Montag, 24. April 2017

Reisetag: Pingyao nach Datong

Auf Wiedersehen Pingyao. Du bist sehr schön aber deine Ausdünstung wird mir nicht fehlen. Meine Nase ist noch immer irritiert.

Der Menschenschlag hat sich seit Shanghai sehr stark verändert. Der Wechsel des Benehmens von Süd zu Nord ist sehr different. Im Norden, und mein Höhepunkt wird Bejing werden, wird Schleim aus den Tiefen des Körpers geräuschvoll in den Mund befördert und dann mit großer Hingabe auf den Boden gespuckt, beim Niesen werden die Bakterien laut und deutlich auf den Weg geschossen, um sie im Raum gleichmäßig zu verteilen, keine Hand wird vor das Gesicht gehalten, es wird in Lokalen geraucht und die Sprechlautstärke ist für Schwerhörige. Das Gähnen ist weit hörbar. Der männliche Bauch wird freigelegt um ihn liebevoll zu streicheln. Großes Land – viele Menschen – unterschiedliche Einflüsse = einfach anders.
Ich habe gelesen, dass es große staatliche Bemühungen gibt, das Rauchen (das Gesetzt wurde schon erlassen), das Spucken und das Tragen des Pyjamas in der Öffentlichkeit zu verbieten.

Mit der Bahn von Pingyao (42.900 Einwohner) nach Taiyunnan, wie die Strecke Wien – Ybbs/Donau, in 30 Minuten mit 240 km/h. Die Autofahrt dauert 2 Std. 10 Min. Wer fährt in einem solchen Fall Auto? Preis für den Zug: 34,-- Yuan (7,-- Euro)
Ich liebe das Organisieren der Chinesen.
Ablauf: Zutritt zum Bahnhof nur mit gültiger Fahrkarte – Gepäckscheck – Warteraum mit Platz und Größe – Aufruf des Zuges über Lautsprecher und mit Megafon – Einserreihe der Reisenden vor dem Eingang – Ticket in den Schlitz stecken – Tür zum Bahnsteig öffnet sich – Bahnsteig: am Boden Markierung des Bahnsteiges in Blau und Markierung der Wagennummer in Geld – ausreichend Personal das hilft – Einserreihe der Reisenden vor der Wagennummer – Zug fährt ein – Einsteigen ohne Hindernis einer hohen Stufe – zum reservierten Sitzplatz gehen. Für das Gepäck ausreichend Raum oberhalb der Sitze und/oder in einem Kofferregal – für das Verlassen des Zielbahnhofs muss noch einmal die Fahrkarte in den Schlitz damit sich die Tür für das endgültige Verlassen des Bahnhofs öffnet. Genau so stelle ich mir vor mit dem Zug zu reisen. Wie muss es einem Chinesen gehen in Wien? Der Hautbahnhof, ein Vorzeigemodell und neu? Ungeordnet und unübersichtlich. Herumlungernde Menschen. Wo ist der Wartebereich zum jeweiligen Zug? Wann wird mein Ticket kontrolliert? Bin ich im richtigen Zug? Der Horror für einen Chinesen. Er oder sie glauben sicherlich bei den Barbaren gelandet zu sein.

Datong: Am Flughafen ist schon die kühlere und rauere Luft der Berge zu spüren. Brrrr. Seit Yangshuo waren die Temperaturen sommerlich.

Im Hotel Datong Garden Hotel angekommen beziehe ich das Zimmer. Mein Reiseleiter testet zu aller erst das Klo und bekommt einen Schreianfall. „Was ist passiert?“ Er juchertst laut: „Eine Klobrille mit Heizung. Haaahhaaaaahhaa. Und runter lassen muss ich auch nicht selbst. Vollautomatisch. Haaaahaaaa.“

Essen ist in meinem Bericht immer Thema. Ich habe in Datong ein Lokal gefunden, das wie ein Supermarkt aussieht. Ich nehme ein Körbchen ausgelegt mit einem feinen sauberen Plastik und lege mir nach Herzenslust frisches Gemüse, Pilze und Blätter hinein, Es gibt einzeln verpackt auch Nudeln aller Art. Mein Reiseleiter hat sein Körbchen mit zwei dünnen Fleischschnitten erweitert. Mit dem Körbchen gehe ich zur Kassa. Meine Zutaten werden gewogen und wurde von der netten pummeligen Chinesin in die Küche gebracht. Die Laowai haben sich zu viele Zutaten in die Körbchen gegeben und so musste der Koch zwei große Suppenpottiche zubereiten. Zwei für jeden. Leider wurde die Suppe mit einer dicken Erdnusscreme verziert. Ich das braune fette ding abgeschöpft. Die Suppe war sehr gut. Die Chinesin hinter der Theke sehr, sehr bemüht.
 

Ich bin müde. Nach einem Nachmittagsschläfchen gehe ich in die Sauna, lasse meinen Körper schrubben (wie im Hammam) und eine Chinesische Massage erfreut Körper und Seele.

2 Kommentare:

  1. Hallo, du kannst ja auf Grund deiner jetzigen Erfahrung eine Verbesserung, in unserer Fantasiezentrale einreichen, nein, vergiss es, ich versaue dir nicht deinen restliche Urlaub. Bussi Robert

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  2. Lieber Robert!
    Danke. Du bist so tapfer und liest immer meine langen, langen Beiträge. Es gibt so viel zu erzählen. Ich kann es gar nicht glauben, dass meine Reise bald zu Ende ist.
    Bussi

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