Einkaufen gehen und einen Koffer für mich besorgen oder doch noch zum
Himmelstempel. Hmmm. Einkaufen gehen. Ich will nichts mehr sehen. Himmelstempel
ist um vieles größer als die Verbotene Stadt das würde bedeutet noch mehr latschen.
Der Herr Reiseleiter verstreut die Illusion, dass der Weg zum Himmelstempel mit
der Metro gut möglich ist und danach fahren wir zu einem See um zu Essen. O.K.
Der Park zum Himmelstempel ist bombastisch groß. Das Wort groß, Platz und
Menschenmassen haben seit heute eine andere Bedeutung bekommen. Es ist
unendlich heiß und ich schleppe mich von der Metro zum Eingang. Eintritt zahlen
für drei Sehenswürdigkeiten. Zwei mickrige kleine Häuser mit Objekten. Keine
Worte wert.
Ein langer, langer, langer Weg führt zum Eingang des Himmelstempels. Ein
dreistöckiger runder Tempel in der Mitte eines großen, und ich meine großen,
Platzes. Foto, und noch ein Foto. Ich setzte mich auf eine Mauer und schaue mir
das Gewusel der Menschen an. Mein Reiseleiter versucht den Tempel menschenleer
zu fotografieren. Viel Spaß wünsche ich. Ich bewege mich von meinem
Schattenplätzchen nicht mehr weg. Es hat 29°C und die Sonne ist unerbittlich.
Ich war nicht im Inneren des
Sonnentempels. Ehrlich? Drei Wochen buddhistische Tempel brauche ich noch mehr
Worte? Mein Reiseleiter hat durch seine Enttäuschung meine Vermutung bestätigt.
Langsam geht die Sonne unter und der Magen hätte gerne etwas zu essen.
Heute hat er noch nichts G’scheites
bekommen.
Auf zum See um Abend zu essen. Mit der Metro quer durch die Stadt und
zwei Mal umsteigen. Meine Füße tragen mich kaum noch. Lange, lange, lange,
lange sind die Wege von einer Metro zur nächsten Metro (Strecke wie Nestroyplatz
– Schwedenplatz natürlich unterirdisch). Hoffentlich bietet der See ein tolles
Ambiente und ein sehr gutes Essen als krönenden Abschluss des Tages und der
Reise.
Menschenmassen schieben sich am Ufer weiter und am kleinen See fahren
mehr Boote als auf meiner Alten Donau.
Ein Cocktail hilft mir meinen Ärger über Menschenmassen, hupen, rempeln,
groß und Platz zu überwinden.
Cocktails waren gut, zu lange Wartezeit auf das Essen und dann noch
grottenschlecht. Ein paar wenige Dumplings, denn die anderen verzehrte mein
Reiseleiter, während er auf sein Essen wartet. Die Seafoodsuppe muss ich stehen
lassen. Ungenießbar.
Blick von der Dachterrassenbar:
Ich will mit dem Taxi ins Hotel. Mein Reiseleiter wählt den Bus und einen
Fußmarsch.
Endlich im Hotel. Es ist 21.00 Uhr. Ich bin wieder verärgert. Habe keinen
Koffer, den ich so dringend brauche, sondern nur einen Haufen Fotos von Mensch,
Platz und groß.
Schade mein letzter Tag der volle Flop.
Ich danke dem Reiseleiter, dass er die Tour in Shanghai beginnen hat
lassen. Ein guter Beginn, tolle weitere Erlebnisse bis Datong. Bejing finde ich
entbehrlich macht aber die Heimreise viel leichter.
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