Bejing: 27°C und Sonne. Das soll eine seltene Kombination sein. Mein
erster Eindruck während der Fahrt mit dem Airport-Train und der U-Bahn, der
Gesamteindruck ist abgenutzt. Unter den Massen sind einige sehr arme bettelnde
Menschen zu sehen. Auffällig zu sehen ist, dass Frauen wie Männer hier noch
immer einen Niki-Hausanzug, in unterschiedlichem Design, auf der Straße tragen.
Im Hotel angekommen ist von der Herzlichkeit wie in Datong, Pingyao oder
Xian nichts mehr zu spüren. Schade. Ich bin meinem Reiseleiter sehr dankbar,
dass er die Reise in Shangai beginnen hat lassen und sie hier in Bejing enden
wird. Ein sanfter Einstieg, ruhige Phasen, programmintensive Einheiten und zum
Schluss Bejing.
Einkaufsstraße; alles größer als daheim:
Eine Hungerkrise bahnt sich an, für diese Zustände bin ich in China
zuständig. Wenn nicht bald ein Essen naht, laufe ich umher und versuche kleine
Kinder zu fressen.

Der erste kleine Ausflug ist zur Verbotenen Stadt. Sie ist von einer
Mauer umgeben und hat nur einen einzigen Eingang. Weiter, weiter, weiter Weg
zum Eingang und weiter, weiter, weiter Weg zum Ticket-Schalter. Es ist 16.00
Uhr geschlossen. Weiter, weiter, weiter Rückweg um dort zu erfahren, dass der
Ausgang durch ein Seitentor führt. Weiter, weiter, weiter Weg zurück. Mein
Reiseleiter kann nicht mehr, er kriecht wie ein Wurm und beginnt zu granteln. Ein Eis, das hier fast jeder
Chinese in der Hand hält, einen Wasserblock mit Kokus-Geschmack tröstet meinen
frustrierten Reiseleiter erstmals.
Aus der Verbotenen Stadt ist nichts geworden und der zweite Programmpunkt
ist der Platz des Himmlischen Friedens. Ich stehe an einer seiner Ecken dieses bombastischen
Platzes und fühle mich wie eine winzige Ameise. Er ist so groß, dass er 1
Million Menschen ertragen könnte. Hallo. 1 Million Menschen könnten sich hier
versammeln. Ich schleppe mich über diesen schmuckentfremdenden Platz. Meine
Füße können mich kaum mehr tragen. Mein Reiseleiter nimmt mich am Händchen und
zieht mich hinter sich her, wie ein kleines Kind. Er bringt mich mit der U-Bahn
ins Hotel. Der Pool im Hotel ist … zu vergessen, die Sauna ohne Ruheraum … ist
zu vergessen. Eine Fußmassage rettet meine Zecherln vom Erschöpfungstod. Eine
Flasche Rotwein vom Supermarkt wird mich in den Schlaf tragen. ![]() |
| Polizeiauto in klein |






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