Freitag, 28. April 2017

Reisetag: Datong – Bejing

Der Taxifahrer ist pünktlich um 07.00 Uhr zur Stelle und bringt uns zum Flughafen. Meine fünfte Unfallsituation, Auto trifft auf Moped, dieses Mal ist es nicht ohne Personenschaden ausgegangen. Der Zweiradlenker liegt am Boden, er telefoniert. Wahrscheinlich ruft er die Rettung.

Bejing: 27°C und Sonne. Das soll eine seltene Kombination sein. Mein erster Eindruck während der Fahrt mit dem Airport-Train und der U-Bahn, der Gesamteindruck ist abgenutzt. Unter den Massen sind einige sehr arme bettelnde Menschen zu sehen. Auffällig zu sehen ist, dass Frauen wie Männer hier noch immer einen Niki-Hausanzug, in unterschiedlichem Design, auf der Straße tragen.

Im Hotel angekommen ist von der Herzlichkeit wie in Datong, Pingyao oder Xian nichts mehr zu spüren. Schade. Ich bin meinem Reiseleiter sehr dankbar, dass er die Reise in Shangai beginnen hat lassen und sie hier in Bejing enden wird. Ein sanfter Einstieg, ruhige Phasen, programmintensive Einheiten und zum Schluss Bejing.

Einkaufsstraße; alles größer als daheim:


Eine Hungerkrise bahnt sich an, für diese Zustände bin ich in China zuständig. Wenn nicht bald ein Essen naht, laufe ich umher und versuche kleine Kinder zu fressen.

Der erste kleine Ausflug ist zur Verbotenen Stadt. Sie ist von einer Mauer umgeben und hat nur einen einzigen Eingang. Weiter, weiter, weiter Weg zum Eingang und weiter, weiter, weiter Weg zum Ticket-Schalter. Es ist 16.00 Uhr geschlossen. Weiter, weiter, weiter Rückweg um dort zu erfahren, dass der Ausgang durch ein Seitentor führt. Weiter, weiter, weiter Weg zurück. Mein Reiseleiter kann nicht mehr, er kriecht wie ein Wurm und beginnt zu  granteln. Ein Eis, das hier fast jeder Chinese in der Hand hält, einen Wasserblock mit Kokus-Geschmack tröstet meinen frustrierten Reiseleiter erstmals.


Aus der Verbotenen Stadt ist nichts geworden und der zweite Programmpunkt ist der Platz des Himmlischen Friedens. Ich stehe an einer seiner Ecken dieses bombastischen Platzes und fühle mich wie eine winzige Ameise. Er ist so groß, dass er 1 Million Menschen ertragen könnte. Hallo. 1 Million Menschen könnten sich hier versammeln. Ich schleppe mich über diesen schmuckentfremdenden Platz. Meine Füße können mich kaum mehr tragen. Mein Reiseleiter nimmt mich am Händchen und zieht mich hinter sich her, wie ein kleines Kind. Er bringt mich mit der U-Bahn ins Hotel. Der Pool im Hotel ist … zu vergessen, die Sauna ohne Ruheraum … ist zu vergessen. Eine Fußmassage rettet meine Zecherln vom Erschöpfungstod. Eine Flasche Rotwein vom Supermarkt wird mich in den Schlaf tragen. 


Polizeiauto in klein


Spuckewegputzerin



ohne Worte






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