Der Zug fährt um 09.07 Uhr. Ein Taxi bringt mich zum Xian-Nord-Bahnhof ca.
20 km außerhalb der Stadt. Der Wiener Hauptbahnhof ist klein, Flughafen
Schwechat ist klein, alle Hauptbahnhöfe in Europa sind winzig. Mein Mund bleibt
offen und ich staune. Der Ablauf vom Eintreten in den Bahnhof, der
Wartebereich, die Abfahrtstafeln, die Durchsagen, bis zum Bahnsteig und das
Einnehmen des reservierten Sitzplatzes … perfekter Ablauf. Die Tatsache ist, in
Europa herrscht Chaos. Fahrtstrecke 500 km in 2 Std. 25 Min. (Auto 5 Std. 15
Min.) wie von Wien nach Innsbruck. Die ÖBB kann davon nur träumen. Österreich
hat auch die gute Ausrede der Berge. Der Hochgeschwindigkeitszug fährt meist
240 km/h, falsch er gleitet, der Komfort ist unübertrefflich.
Auf der Strecke kann ich trotz der Schnelligkeit noch die Landschaft
erkennen. Ich kann große, und ich meine große, Flächen an Anbaugebiete sehen.
Obst und Gemüse in Plastikgewächshäuser, später Reisterrassen.
Pingyao ist die älteste Stadt Chinas. Die ersten Menschen siedelten sich
hier in der Altsteinzeit an. Die Stadt wurde während der Kulturrevolution
verschont. Die Stadtmauer ist nicht zerstört und in der Innenstadt stehen die
typischen chinesischen alten Bauten. Das Harmony Hotel ist eines dieser
erhaltenen alten Gebäude. Innerhalb der Stadtmauer ist Autoverbot. Unser Taxifahrer
verhängt die Nummernschilder mit einem Tuch und glaubt nicht gesehen zu werden.
Keine Polizei hat uns gesehen.
In China wurde für die Polizei immer das entsprechende und geeignete
Fahrzeug als Polizeifahrzeug umfunktioniert. Toll. Segway, Golfwagerl,
Minielektro-Zweisitzer, Mopeds, … ein blinkendes blau-rot Licht fehlt nie.
Ich wandere durch die Stadt. Es gibt viele Essensstände. Heute habe ich
mir etwas Süßes ausgesucht. Dunkler Reis mit Obststückchen. Es ist alles nur
nicht süß. Die Chinesen salzen nicht und
süßen nicht. Sie sind gut genährt aber nicht dick und sicher gesund.
Tempel – nein, Museum – nein, nur durch die Straßen gehen und sich
treiben lassen. Doch ein kleines Museum habe ich besucht. Das
Rindfleischmuseum. Pingyao ist für seine Fleischverarbeitung bekannt.
Shopping: Ich habe eine Dose erstanden, eine zusammenfaltbare Holzschale,
ein kleines Schweinchen, eine Kröte, einen silbernen Buddha. Ohne meinen lieben
Reiseleiter wären die Souvenirs nicht so billig geworden.
Szene: kleiner silberner Buddha – was kosten er – 180,-- – nein zu teuer – Chinese fragt: „Was bietest
du?“ – Reiseleiter schreibt in den Taschenrechner 50,-- – Chinese schüttelt den Kopf – Reiseleiter will
gehen – Chinese haltet ihn auf und schreibt 80,-- – Reiseleiter schreibt 60,-- – Kauf
abgeschlossen. Hallo wie geht das? Das hätte ich nie geschafft.
Hausgemachte Nudeln:
Grillen im Käfig:

Werden dir Grillen gegrillt ??? LG.Robert
AntwortenLöschenEhrlich? Ich weiß es nicht. Mehrere Möglichkeiten stehen offen: 1. die Freiheit schenken 2. beruhigende Musik in Austria werden Entspannungs-CDs verkauft mit Gezwitscher und Gezirpe 3. schmackhafte Vorspeise
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