Freitag, 21. April 2017

Xian – Terrakotta-Armee

Ein beachtlicher Eintritt für die Ausgrabungen der Terrakotta-Armee. 150,-- Yuan = 22,50 Euro. Der höchste Eintritt für eine Sehenswürdigkeit seit ich in China bin.
Ich will nicht bis zum Eingang gehen und somit fahren mein Reiseleiter und ich mit einem kleinen Minibus bis fast vor die Tür. Dort wartet ein Rollstuhl. Der Fahrer des selbigen fährt sofort zu meinem Reiseleiter und bittet ihm Platz zu nehmen. Na, der hat sich was anhören können.

Grube 1 (eine große Halle) finde ich am besten. In 9 Gängen stehen die Terrakotta-Figuren, wenigen fehlt der Kopf sonst sind sie sehr gut erhalten. Die Soldaten haben alle unterschiedliche Gesichter. Kein einziger chinesischer Besucher steht ruhig und genießt diese wunderbare Stätte. Nein, die laufen und drängen bis sie in der ersten Reihe stehen machen ein Foto, ein zweites mit sich und drittes mit Mutti und schon sind sie weg, so schnell wie sie sich vorgedrängt haben. Die Krönung sind Gruppen mit einem Fahnenträger. Hier ist es egal ob Chinesen, Japaner oder Westler. Die Zeit drängt – zack, zack, zack – Foto machen, der Guide spricht schnell in ein kleines Mikro und weg ist die Gruppe mit orangenen Hüten, denn es sind noch mindestens 4 Stationen am heutigen Tage zu schaffen.



Danke lieber Reiseleiter, dass du mir das alles ersparst. Ich darf lang schlafen, essen wann und was ich will und wenn ich nicht mehr mag, darf ich ins Hotel.

Grube 2 (mindestens so groß wie die Stadthalle in Wien), China hat anderen Dimensionen, zeigte sich ein wenig dürftig, wenige Exponate im stehenden Zustande, eher wie Baustelle. Die Puzzelteilchen müssen erst gefunden werden und zusammengeklebt.

Grube 3 (eine Halle, so groß wie das Kunsthistorische Museum) hat eine Mischung aus Puzzelteile und schon fertig zusammengeklebten Figuren und Vitrinen mit Objekten. Ich habe keine Brille mit und somit kann ich die Figuren in den Gruben nur verschwommen wahrnehmen, dass es viele sind sehe ich schon.

Das Museum, finster wie in der Hölle, unzählbare viele Chinesen, fast hysterisch drängelnd vor zwei Vitrinen mit Wagengespann. Das wertvollste Gut der Ausgrabung. Ich werde getreten, gestoßen wieder in die letzte Reihe gedrängt, ich bahne mir einen neuen Weg in die erste Reihe, ein Foto und schon wurde ich wieder weggeschoben. Ich habe Angst und gehe raus.

Eine frische Ananas rettet mir mein Leben. Schmatz. Jetzt geht es mir wieder gut.

Preisvergleich: Tour über das Hotel 390,-- Yuan (60,-- Euro). Öffentlicher Bus und Eintritt ohne Führer dafür freie Zeitgestaltung 15,-- + 150,-- = 165,-- Yuan (25,-- Euro).

Abendbesichtigung Glockenturm und Trommelturm. Im nahen Moslemviertel zu Abend gegessen. Ein Fehler. Kann gar nichts außer laut und viele Leute.




Über einen großen Umweg nach Hause. Ich bin völlig fertig.






Im Hotel Klimtfälschungen oder Imitationen auf jeden Fall nicht sonderlich gut gelungen.

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