Ich will nicht bis zum Eingang gehen und somit fahren mein Reiseleiter
und ich mit einem kleinen Minibus bis fast vor die Tür. Dort wartet ein
Rollstuhl. Der Fahrer des selbigen fährt sofort zu meinem Reiseleiter und
bittet ihm Platz zu nehmen. Na, der hat sich was anhören können.
Grube 1 (eine große Halle) finde ich am besten. In 9 Gängen stehen die
Terrakotta-Figuren, wenigen fehlt der Kopf sonst sind sie sehr gut erhalten. Die
Soldaten haben alle unterschiedliche Gesichter. Kein einziger chinesischer
Besucher steht ruhig und genießt diese wunderbare Stätte. Nein, die laufen und
drängen bis sie in der ersten Reihe stehen machen ein Foto, ein zweites mit
sich und drittes mit Mutti und schon sind sie weg, so schnell wie sie sich
vorgedrängt haben. Die Krönung sind Gruppen mit einem Fahnenträger. Hier ist es
egal ob Chinesen, Japaner oder Westler. Die Zeit drängt – zack, zack, zack –
Foto machen, der Guide spricht schnell in ein kleines Mikro und weg ist die
Gruppe mit orangenen Hüten, denn es sind noch mindestens 4 Stationen am
heutigen Tage zu schaffen.Danke lieber Reiseleiter, dass du mir das alles ersparst. Ich darf lang schlafen, essen wann und was ich will und wenn ich nicht mehr mag, darf ich ins Hotel.
Grube 2 (mindestens so groß wie die Stadthalle in Wien), China hat
anderen Dimensionen, zeigte sich ein wenig dürftig, wenige Exponate im
stehenden Zustande, eher wie Baustelle. Die Puzzelteilchen müssen erst gefunden
werden und zusammengeklebt.
Grube 3 (eine Halle, so groß wie das Kunsthistorische Museum) hat eine
Mischung aus Puzzelteile und schon fertig zusammengeklebten Figuren und
Vitrinen mit Objekten. Ich habe keine Brille mit und somit kann ich die Figuren
in den Gruben nur verschwommen wahrnehmen, dass es viele sind sehe ich schon.
Das Museum, finster wie in der Hölle, unzählbare viele Chinesen, fast
hysterisch drängelnd vor zwei Vitrinen mit Wagengespann. Das wertvollste Gut
der Ausgrabung. Ich werde getreten, gestoßen wieder in die letzte Reihe
gedrängt, ich bahne mir einen neuen Weg in die erste Reihe, ein Foto und schon wurde
ich wieder weggeschoben. Ich habe Angst und gehe raus.
Eine frische Ananas rettet mir mein Leben. Schmatz. Jetzt geht es mir
wieder gut.
Preisvergleich: Tour über das Hotel 390,-- Yuan (60,-- Euro).
Öffentlicher Bus und Eintritt ohne Führer dafür freie Zeitgestaltung 15,-- +
150,-- = 165,-- Yuan (25,-- Euro).

Abendbesichtigung Glockenturm und Trommelturm. Im nahen Moslemviertel zu
Abend gegessen. Ein Fehler. Kann gar nichts außer laut und viele Leute.Über einen großen Umweg nach Hause. Ich bin völlig fertig.
Im Hotel Klimtfälschungen oder Imitationen auf jeden Fall nicht sonderlich gut gelungen.










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