Sonntag, 16. April 2017

Guilin „Stadt des Duftblütenwaldes“

Ich werde um 09.50 Uhr munter. Soooo spät. Macht nichts. Es regnet und ist nebelig. In einer Gegend zu sein um Gegend zu sehen ist Regen nicht sonderlich hilfreich.

Entlang einer Einkaufsstraße und auf der Suche nach einem Museum versucht die Sonne einen Weg durch die Wolken. Es wird heller und es regnet nicht mehr. Am Ende der Straße entdecke ich ein großes Tor zum Jingjiang Wangcheng. Die Stadt des Prinzen. Das große Areal hat einige Gebäude, einen duftenden Park, die Ming-Königsgräber und einen großen Berg. Der Gipfel kann nur über sehr hohe Stiegen erklommen werden, die Aussicht ist mäßig schön, die Fernsicht zeigt sich wolkenreich.



Der zweite Besichtigungspunkt ist der Elefantenfelsen. Er liegt am Fluss und wird von den Chinesen sehr gerne besucht. Ich finde ihn überschätzt und meine Fantasie hat nicht gereicht einen Elefanten auszumachen, für mich ist es ein Felsen mit Loch. Es sieht auch nicht wie ausgeschwemmt aus sondern eher wie von Menschenhand geformt.

Meine Batterien leeren sich. Ich will eine längere Pause und etwas Essen. Es ist schon 17.30 Uhr. Ich habe ein Lokal ausgesucht um Abend zu essen. Hier spricht keiner Englisch, die Kellnerin ist sehr bemüht. Ich zeige meinen Zettel mit „Ich esse kein Fleisch“. Die Speisekarte hatte viele schöne Speisenfotos, die Kellnerin zeigt auf jene Gerichte ohne Fleisch. Meine Bestellung Nudelsuppe und Thai Frühlingsrollen. Mein Reiseleiter wählt Huhn mit Gemüse und Papaya-Salat.  Die Kellnerin holt ihr Telefon hervor, spricht etwas hinein und zeigt mir was auf dem Gerät zu lesen ist „spicy?“ Ich zeige mit Daumen und Zeigefinger ein bisschen. Es funktioniert immer irgendwie. In China werden alle bestellten Speisen auf den Tisch gestellt und jeder probiert alles. Die Speisen waren sehr gut. Das Essen ist mich zu bemeckern.




Im Hotel angelangt nehme ich eine Dusche und gönne mir eine Massage. Mein Reiseleiter geht mit. Damen und Herren getrennt, nach einem kleinen Rundumgang stehe ich vor meinem Reiseleiter und der Weg geht gemeinsam weiter. Lange Gänge, viel Gold, viel Glas, viel Licht, Marmorboden und Türen. Es wird mir ein Zimmerchen zugewiesen, zwei Massagebetten. Mein Reiseleiter sagt: „Kannst dich schon ausziehen und auf das Bett legen.“ Ich sage: „Nein, ich warte was passiert.“ Gut so. Es wird angezogen massiert. Die Masseuse für ihn und der Masseur für mich hätten g’schaut, wenn zwei nackerte Europäer auf den Betten liegen. Glück gehabt.

Konfuzius sagt:  Was du mir sagst, das vergesse ich. Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich. Was du mich tun lässt, das verstehe ich.

Erkenntnis des Tages: Die Lotusknolle schmeckt sehr gut.

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