Samstag, 22. April 2017

Xian – Wildganspagode / Stelenmuseum / Stadtmauer

Der Bus der Linie 30 um 2,-- Yuan (0,30 Euro) bringt mich zur Wildganspagode. Es ist später Vormittag und auf dem großen Platz vor dem siebenstöckigen Gebäude sind Wasserspiele. Der Platz ist sicherlich so groß wie das Kunsthistorische Museum der Länge nach und die Wassertropfen springen in der Musik auf und nieder. Gut gemacht und schön zum Ansehen. Nach der Vorstellung sind die Fontänen zu kleinen pulsierenden Wassersäulen geworden. Mutige Kinder laufen barfuss durch die Wasserspiele.


Was mir auffällt, die Eltern sind sehr liebevoll zu ihren Kindern. Der Nachwuchs ist ausgelassen und sehr brav. Keine hysterischen Mütter haben keine hysterischen Kinder. Die Kleinen werden nicht gezerrt, gezogen, angeschrieben oder hinter sich nachgezogen. Die Kinder werden gedrückt, gekuschelt, gestreichelt und verwöhnt mit Spielzeug.

Pagode, was soll ich sagen. Haus mit Buddha, weiteres Haus mit Buddha. Ein guter Vergleich die katholische Kirche: keine Kirche ohne Christus am Kreuz.


Ich habe Hunger. Ein nahe gelegenes Lokal soll meine Rettung sein. Ich bekomme die Speisekarte in Chinesisch. „Please in English.“ Gibt es nicht. Egal. Meine Zettelchen waren wieder schneller als das Tablet vom Herrn Reiseleiter.
Ich habe es geschafft zwei Suppen zu bestellen ein Mal mit Nudeln und eine etwas deftigere. Die Kellnerin kommt zu mir. Sie will mir etwas sagen, sie schreibt ihre Frage auf einen Zettel. Ich kann diese Spracht nicht verstehen und diese Schrift nicht lesen. Sie hat es gut gemeint. „Herr Reiseleiter kann das Tablet nicht sprechen.“ „Ja, kann es aber nur mit Wifi. Hier gibt es kein Internet.“ „Diese Dinger bringen nichts.“ Schlussendlich war das Essen vorzüglich und billig.
Mit dem Bus 5 zum Südtor der Stadtmauer und ins Stelen-Museum. Ich habe mir das ein wenig anders vorgestellt. Stelen sind Steinplatten. In meiner Fantasie stehen solche beschriftete Steinplatten im Freien. Hier stehen sie in neun Häuser, ganz wenige habe ich in der freien Natur gefunden. Trotzdem sehr schön. Ich kann einen Mann beobachten, der eine solche Tafel schreibt. Schriftzeichen werden studiert und diskutiert. Rund um das Museum kann das Zubehör zum Schreiben gekauft werden. Papier und alle Arten von Pinseln.




Eine Cappuccino in einem sehr besonderen Lokal. Wohnzimmer als Kaffeehaus umfunktioniert. Super.

Einer Künstlerstraße entlang komme ich zum Aufgang der Stadtmauer am Südtor. Netter Rundblick. Die Mauer ist 14 km lang und eine Umrundung würden mir meine Füße übel nehmen. Ein Sonnenuntergang auf einer Dachterrasse mit Blick auf die Stadtmauer krönt den Tag. Kein Geld in der Tasche und eine Zeche von 300,-- Yuan (45,-- Euro) möchte ich mit VISA begleichen. Geht nicht. Beim Betreten des Lokals habe ich gefragt ob eine Zahlung mit Kreditkarte möglich ist. Ja, war die Antwort. Beim Begleichen der Rechnung sagt mir der Kellner nur Local-Cards. Hallo, schaue ich aus wie ein Local. Ich kann auch mit meinem Samarphone bezahlen. Hallo, schauts mich an, ich bin alt und unmodern. Mein Reiseleiter verschwindet mit einer Kellnerin, die 10 Wörter Englisch spricht, zu einem Geldautomaten. Der Reiseleiter kommt wieder und löst mich aus.


Liebe Grüße
Die Reisegruppe Piepmatz

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen